Identification |
| Call number: | SLA-Baerfuss |
| Title: | Bärfuss, Lukas: Archiv Lukas Bärfuss |
| Creation date(s): | from approx. 1973 |
| Language: | Deutsch |
| Englisch |
| Französisch |
| Size (free text description): | 104 Archivschachteln, Sonderformate und verschiedene grossformatige Plakate, Preisurkunden etc. |
| Size (in metres): | 25.00 |
| Digital copy: |
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| Caption: | Lukas Bärfuss, 11. September 2023 (Foto: Simon Schmid, Nationalbibliothek) |
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Context |
| Biographical information: | Lukas Bärfuss (*1971) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Sein literarisches Werk hat bei der Kritik, dem Publikum und der Literaturwissenschaft grosse Beachtung gefunden und wurde in verschiedene Sprachen übersetzt. Er ist zunächst als Theaterautor, dann auch als Prosaautor und Essayist hervorgetreten. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet (u.a. Mülheimer Dramatikerpreis, Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung, Solothurner Literaturpreis); 2019 wurde Bärfuss der Georg-Büchner-Preis, die renommierteste literarischen Auszeichnung im deutschen Sprachraum, verliehen. Bärfuss war Mitbegründer der Gruppe 400asa und hat seit der Jahrtausendwende eine ganze Reihe von Dramen (u.a. Meienbergs Tod, Die sexuellen Neurosen unserer Eltern, Der Bus, Alices Reise in die Schweiz, Malaga, Parzival, Frau Schmitz, Luther) geschrieben, die aktuelle gesellschaftliche Fragen behandeln und an den wichtigsten Bühnen des deutschen Sprachraums durch verschiedene renommierte Regisseure/-innen erfolgreich inszeniert wurden. Die meisten Theatertexte sind auch gedruckt in Buchform erschienen. Nach seinem Debut als Prosaautor mit der Novelle Die toten Männer (2002) hat Bärfuss vier Romane veröffentlicht: Hundert Tage (2008) behandelt die Verstrickungen der Schweiz im Genozid in Ruanda, Koala (2014, ausgezeichnet mit dem Schweizer Buchpreis) den Suizid des Bruders, Hagard (2017) den Selbst-Verlust eines Mannes in den besten Jahren und Die Krume Brot (2023) den Überlebenskampf einer Frau gegen die prekären ökonomischen Verhältnisse. Eine Sammlung von Erzählungen ist 2019 (Malinois) erschienen. Bärfuss’ essayistisches Werk liegt gesammelt in drei Bänden vor (Stil und Moral, 2015; Krieg und Liebe, 2018; Die Krone der Schöpfung, 2020). Vaters Kiste. Eine Geschichte über das Erben (2022) ist eine Verbindung aus autobiographischer Erzählung und philosophischem Essay. Lukas Bärfuss hat an verschiedenen Hochschulen gelehrt, mehrere Poetikvorlesungen gehalten (u.a. an der Universität Bamberg) und war 2021 Friedrich Dürrenmatt Gastprofessor für Weltliteratur an der Universität Bern. Von der Université de Fribourg wurde ihm 2022 die Ehrendoktorwürde verliehen. Das Werk von Bärfuss wurde in der Forschung bereits breit rezipiert. Neben zahlreichen Aufsätzen ist 2020 eine Nummer der renommierten Reihe Text & Kritik zu seinem Werk erschienen. Insbeson-dere der Roman Hundert Tage wird im Rahmen der Postcolonial Studies auch international in der Forschung wahrgenommen und behandelt. |
| Acquisition information: | Ankauf |
| Date of Acquisition: | 9/11/2023 |
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Collection structure |
| Genre of archival collection: | Archiv |
| Description of the archival collection: | Das Archiv von Lukas Bärfuss dokumentiert das gesamte literarische Schaffen des Autors seit seinen Anfängen. Es umfasst die dramatischen, erzählerischen und publizistischen Arbeiten in ihrer Genese sowie viele unveröffentlichte Texte, Notizen und Entwürfe. Die Dokumente zum literarischen Werk sind vollständig gesammelt und chronologisch sowie nach Projekten geordnet abgelegt worden. Es findet sich eine grosse Zahl unveröffentlichter Roman- bzw. Erzähltexte und Gedichte in handschriftlicher oder Typoskript-Form aus den 1980er Jahren. Für alle Theaterstücke von Bärfuss wurde eine vollständige Sammlung der Dokumente von der Recherche bis zur Erstaufführung angelegt. Überliefert sind auch die Dokumente zu den frühen Theaterprojekten, die z.T. zusammen mit 400asa entstanden sind. Für die Romane ist ebenfalls die ganze Textgenese dokumentiert, an deren Anfang – obwohl Bärfuss’ Tätigkeit in die Zeit der digitalen Textverarbeitung fällt – meist eine handschriftliche Fassung steht. Die persönliche und berufliche Korrespondenz von Bärfuss liegt weitgehend vollständig in Ordnern abgelegt sowie als komplette digitale Sammlung der E-Mails vor. Im Archiv finden sich zahlreiche Lebensdokumente, die v.a. die Anfänge als Schriftsteller beleuchten; dazu kommen rund 50 Notizhefte und Schreibhefte sowie die Agenden. Teil des Archivs sind umfangreiche Sammlungen zum Theaterkollektiv 400asa, zu den Inszenierungen der Stücke, zu Veranstaltungen, zu den Tätigkeiten als Dramaturg und Dozent sowie eine Pressedokumentation. Das digitale Archiv ist auf verschiedenen Datenträgern überliefert. Das Archiv ist sehr gut vorgeordnet, in einem Grobinventar verzeichnet und laufend ergänzt worden. |
| Preferred method of citation: | Schweizerisches Literaturarchiv (SLA), Archiv Lukas Bärfuss; SLA-Baerfuss |
| Cataloguing level: | detailliert |
| Finding aid author: | Sophie Mikosch, Margit Gigerl |
| Finding aid URL: | http://nbn-resolving.org/urn:nbn:ch:bel-95306 |
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Conditions governing use and acces |
| Acces restrictions: | Konsultation nur im Lesesaal SLA. Die Korrespondenz ist gesperrt, verschiedene Dokumente sind nur mit Bewilligung des Autors einsehbar und entsprechend gekennzeichnet. |
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Akteure |
| Personen_BestandsbildnerIn: | Bärfuss, Lukas / 1971- |
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Descriptors |
| Entries: | BestandsbildnerIn (Personen\B\Bärfuss, Lukas (1971-)) |
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Containers |
| Number: | 12 |
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Usage |
| Permission required: | - |
| Physical Usability: | - |
| Accessibility: | - |
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URL for this unit of description |
| URL: | https://www.helveticarchives.admin.ch/detail.aspx?ID=1901558 |
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